Skifahrt 01.02. – 07.02.2020: Ruhpolding

Die mittlerweile dritte Skifahrt unter Arkona-Regie stand an. Dieses Jahr vom 1. bis 7. Februar mit Teilnehmerinnen und Teilnehmern von Hellas, den Friesen und dem RC Tegel! Es ging erstmals in ein neues Gebiet, da uns aufgrund des IPC-Worldcups in Finsterau keine Plätze zur Verfügung gestellt werden konnten. Daher ging es dieses Jahr ins Chiemgau, nach Ruhpolding. Auch die Anreise gestaltete sich aufgrund der größeren Entfernung anders. Die Sportlerinnen und Sportler reisten als Gruppe mit der Bahn an, während zwei Trainer den neuen Vereinsbus mit dem großen Gepäck und allen Skiern in Richtung Ruhpolding fuhren. Das Wetter war zunächst nicht auf unserer Seite. (Alex)

 

Samstag:
Wir trafen uns um 7 Uhr beim bei McDonald’s am Berliner Hauptbahnhof. Los ging’s um 7:45 Uhr mit dem ICE nach München, wo wir um 12:30 Uhr eintrafen und in den nächsten Zug stiegen, um nach Traunstein zu kommen. Von dort brachte uns ein Bus zur Herberge. Zehn Minuten später kamen auch Flo und Flo mit dem Transporter an. Wir gingen kurz auf die Zimmer und stellten unsere Sachen ab.
Daraufhin machten wir noch eine kleine Wanderung auf den gegenüberliegenden Berg, wo es zu einer großen Schneeballschlacht kam. Um 18:30 Uhr gab es Essen: Salat als Vorspeise, Lasagne als Hauptspeise und zum Dessert Pudding. Nach dem Essen hatten wir bis um 20:30 Uhr Zeit, dann mussten wir noch ein Bauch-Rücken-Programm ertragen. Danach gingen alle auf die Zimmer, denn wir hatten Nachtruhe um 22 Uhr. (Ben)

Sonntag:
Heute sind wir um 8 Uhr aufgestanden, um gegen 8:30 Uhr beim Frühstück zu sein. Es gab Brötchen mit verschiedenen Belegen. Währenddessen sind Alex und Basti mit dem Arkona-Bus nach München gefahren, wo sie einen zweiten Bus mieteten. Nach dem Frühstück gingen wir aufs Zimmer, um uns für die erste Einheit Skilanglauf umzuziehen. Um ca. 10:40 Uhr holte uns der Bus ab. Wir wurden in verschiedene Gruppen eingeteilt. Ich war in der zweiten Gruppe.
Nach ca. 15 km kehrten wir unfreiwillig in ein Café ein, da wir uns verfahren hatten. Dort mussten wir mindestens ein Getränk bestellen, um einen Platz zu bekommen. Dann haben wir ca. eine Stunde auf den Bus gewartet – und waren komplett durchnässt. Wir fuhren zurück zur Jugendherberge, wo wir Freizeit hatten bis zum Abendessen. Um 20:30 Uhr gab es die nächste Einheit: dehnen. Danach hatten wir Freizeit bis zur Nachtruhe um 22 Uhr. (Malte)

Montag:
Zur achten Stunde klingelten drei Wecker in unserer Schlafkammer. Der schrille Ton riss mich aus dem Land der Träume. Es war Zeit für die erste Mahlzeit. Uns erfreute erneut die Üppigkeit des Frühstücksbuffets. Brote in allen Variationen! Wurst, Käse, so weit das Auge reichte! Quark, Müsli, Cornflakes, es nahm fast kein Ende! Schockiert stellte ich bei all der Reichhaltigkeit fest, dass es kein Nutella gab. Lediglich ein billiges Imitationsprodukt stand uns zur Verfügung. „Sind wir hier noch im wohlhabenden Bayern?“, fragte ich mich enttäuscht. Nun denn, ich habe bereits Härteres überlebt. Schließlich war ich hier, um meine Fähigkeiten im Skilanglauf auf ein Niveau der Perfektion zu treiben.

Umso tiefer saß der Schock, als ich erfuhr, dass es heute nicht auf die Loipe gehen würde. Petrus höchstpersönlich suchte uns heim und bestrafte unsere Torheit mit ergiebigem Dauerregen. Ich glaubte den Tag fast verloren, jedoch kamen unsere Trainer auf eine grandiose Idee. Als Gruppe hatten wir ein Anrecht auf freie Passage in die Ruhpoldinger Badeanstalt, genannt „Vita Alpina“. Also nutzten wir dieses Angebot, um ein paar Bahnen zu schwimmen. Nach intensiver Sportlerlogistik kamen alle wohlauf am Schwimmbad an. Dieses stellte sich beim Betreten allerdings als ein Spaßbad heraus, was uns sehr prägnant durch ein riesiges Wellenbecken präsentiert wurde. „Egal! Auch nach drei Stunden toben werdet ihr kaputt sein“, rief Alex. Somit konnte der Spaß beginnen! Wellenbecken -> Außenbecken -> Wellenbecken -> Rutschen -> Dampfraum -> Außenbecken und so weiter. Nach drei Stunden ergiebigen Rumtobens ging es nun zurück zur Herberge

Zunächst gab es ein kohlehydratreiches Abendessen. Danach sollten wir uns alle umgezogen im Gemeinschaftsraum treffen. Wir kennen unsere Bauch-Rücken-Übungen in- und auswendig. Was wir noch nie gemacht haben, ist, zu gucken, wer welche Übung wie lange durchhält. Also bildeten wir Gruppen, in denen jeder eine Übung zu bestreiten hatte gegen sein Konterpart in der gegnerischen Gruppe. Ich bekam die Klohalte, welche jemand – ich sag nicht, wer – satte neun Minuten aushielt! Nach einer Stunde Marathon-Bauch-Rückens konnten wir endlich Duschen, und ich kehrte in mein Land der Träume zurück. Ich träumte von viel Schnee … (Artur)

 

Dienstag:
Ich bin zu 8:30 Uhr rüber zum Frühstück. Währenddessen hatte es sehr viel geschneit, weshalb wir uns nach dem Essen schnell umzogen, um in die Loipe zu gehen. Dort ist alles gut gelaufen, außer dass an manchen Stellen trotzdem etwas zu wenig Schnee lag. Zum Mittagessen sind wir wieder in die Unterkunft gefahren. Es gab Kaiserschmarren. Dann sind wir zu der Loipe gefahren, wo wir auch schon am ersten Tag waren. Aber während des Essens hat es so viel geschneit, dass das Skifahren erschwert war. Der Schnee blieb an den Skiern hängen, und man kam kaum vorwärts. Nach dem Abendbrot gab es noch eine kleine Dehneinheit. (Lennard)

 

Mittwoch:
Nachdem es gestern Abend und in der Nacht ausgiebig geschneit hatte, konnten wir uns heute auf die frisch gezogenen Loipen freuen. Leider gab es jedoch beim Shutteln einige Schwierigkeiten, da unsere Busse am Loipeneinstieg im Schnee stecken blieben. Ein aufmerksames Pärchen und eine Gruppe britischer Soldaten halfen uns glücklicherweise wieder heraus. Dies nahm allerdings recht viel Zeit in Anspruch, wodurch der übrige Teil unserer Gruppe es vor dem Mittagessen nicht mehr zur Loipe geschafft hätte.

Nach dem Mittagessen und einer kleinen Pause ging es dann – diesmal auch mit dem Rest der Gruppe – wieder auf die Skier. Es schneite immer noch, wodurch von den Loipen nicht mehr viel übrig war und man somit nicht mehr so schnell vorankam. Trotzdem machte die Einheit Spaß! Zum Abschluss des Tages spielten wir gemeinsam eine spannungsreiche Runde „Tabu“. (Olivia)

 

 

Donnerstag:
Der Tag begann mit einem ausgiebigen Frühstück um 8:30 Uhr, wo wir uns unter anderem ein Lunchpaket für den Mittag machen sollten, da wir an diesem Tag eine Einheit von drei Stunden geplant hatten. Zu der Einheit ging es für die ersten um 10:15 Uhr los und für manche erst um 10:30 Uhr, weil nicht alle in zwei Busse passten. Die Verhältnisse waren im Gegensatz zu den vorherigen Tagen sehr gut, wodurch das Fahren gleich mehr Spaß machte.

Nach der dreistündigen Einheit war erstmal eine lange Pause angesagt, damit man sich von der langen Einheit erholen konnte. Nach dieser ausgiebigen Pause ging es dann um 18:30 Uhr zum Essen, wo es Tafelspitz gab.

Nach dem Essen sollten wir unsere Koffer für die morgige Abreise packen und uns bettfertig machen, da um 22:00 Uhr Nachtruhe angesagt war. (Leonard)

 

Freitag und Fazit:
So wie es hin ging, ging es auch wieder zurück! Dank der RVO, dem Meridian und der Deutschen Bahn kamen alle – außer einem einzelnen Rucksack – wohlbehalten wieder in Berlin an. Wenn das Wetter uns nicht einen dicken Strich durch die Rechnung gemacht hätte, wäre es nahezu perfekt gelaufen. Wir hatten viele kranke Teilnehmerinnen und Teilnehmer, auch das war ärgerlich, dafür kann aber weder das Wetter noch der Ort Ruhpolding selbst etwas. Wenn man uns ordentlichen Schnee verspricht, kommen wir gerne wieder!


Wir freuen uns auch über Unterstützung, ob als Teilnehmer, Betreuer (wichtig!) oder Spender. Ich danke an dieser Stelle allen Trainerinnen und Trainern (Flo Bax, Flo Günther, Nikola Schiefke, Tobias Pagani, Sebastian Komoßa und Jan Zimmer), ohne die es nicht ansatzweise so reibungslos hätte laufen können! Ebenso ein großer Dank an alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer, es gab eigentlich nichts zu meckern. Wir freuen uns auf das nächste Jahr! (Alex)

 

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