WM-Vorbereitung startet in Völkermarkt

Es geht in großen Schritten auf die WM zu: Das Team Deutschland-Achter hat in den nächsten Wochen die finalen Trainingslager vor sich. Seit dem heutigen Donnerstag arbeiten die Ruderer bis zum 4. August in Völkermarkt vor allem an den Grundlagen. Anschließend geht es von Österreich nach Dortmund und dann nach München, wo der Deutschland-Achter, der Vierer ohne Steuermann und der Zweier den letzten Schliff bekommen. „Jetzt beginnt der entscheidende Teil der Vorbereitung“, sagt Bundestrainer Uwe Bender.

Im ersten Teil des Trainingslagers in Völkermarkt wird vor allem an den Grundlagen geschraubt: Die Umfänge werden noch einmal erhöht, die Technik weiter verfeinert und die Ausdauer geschult –dafür geht es auch aufs Rad in die umliegenden Berge. Zum Ende der Tage in Österreich steht dann die Geschwindigkeit im Vordergrund. Beim Streckenfahren soll richtig Tempo gemacht werden.„Völkermarkt bietet ein gutes Trainingsrevier, das Gesamtpaket stimmt hier“, findet Bender.

Gebauer und Schröder blicken positiv nach vorne

Das übergeordnete Ziel für alle deutschen Boote bei der WM ist die Qualifikation für die Olympischen Spiele in Tokio. Das gilt auch für den Zweier, der hierfür den elften Platz belegen muss und beim Weltcup in Rotterdam 13. wurde. Im Halbfinale fehlten Paul Gebauer und Wolf-Niclas Schröder nur 24 Hundertstel für das B-Finale. Deswegen geht der Blick auch optimistisch nach vorne.„In Rotterdam war viel Pech dabei. Im C-Finale haben die beiden mit dem Start-Ziel-Sieg gezeigt, was sie können. Wenn wir in Völkermarkt gut trainieren, haben wir realistische Chancen, bei der WM unser Ziel zu erreichen“, sagt Zweier-Bundestrainer Peter Thiede.

Paul Gebauer und Wolf-Niclas Schröder stellen sich immer besser aufeinander ein.

Vor allem auf den ersten tausend Metern zeigte das Duo beim Weltcup eine große Explosivität. In Völkermarkt werden die Grundlagen geschaffen, dass auch im zweiten Streckenabschnitt die Post abgeht. Gebauer und Schröder sitzen zwar erst seit Anfang Juli gemeinsam im Boot, haben dabeiaber den Vorteil, dass sie früher schon jahrelang den Zweier geteilt hatten. „Sie haben sich schnell wieder aufeinander eingestellt. Trotzdem müssen sie am Zusammenspiel arbeiten und sich technisch weiter verbessern“, mahnt Thiede, der das Duo schon aus U23-Zeiten kennt: „Im U23-Bereich gehörten sie immer zu den schnellsten. Sie sind absolute Wettkampftypen, auf die man sichverlassen kann.“