„Jetzt geht’s los!“

So kann man die Situation im Bereich unserer Topathleten im Rennrudern unmittelbar vor Saisonbeginn beschreiben.

Die Wintertrainingslager sind beendet und erste Langstreckentests wurden mit guten Ergebnissen abgeschlossen. Doch der Reihe nach:

Als Pechvogel der Saisonvorbereitung darf sich unsere leichte Skullerin Elisabeth Mainzbetrachten. Der DEUTSCHE RUDERVERBAND berichtete auf seiner Homepage über das U23-Trainingslager in Mequinenza (Spanien)

Nicht ganz so glücklich verlief das Trainingslager für eine Sportlerin aus Berlin. Während einer Trainingseinheit mit ihrer Mannschaft kollidierte ihr Boot mit einem anderen Großboot. Dabei zog sie sich so starke Verletzungen zu, dass sie ins nächstliegende Universitätsklinikum gebracht werden und sich weiteren Untersuchungen unterziehen musste. Nach vier Tagen wurde sie aus dem Krankenhaus entlassen und trat dann die Heimreise an. „An dieser Stelle weitere Genesungswünsche nach Berlin und ein großes Dankeschön an unsere Teamärztin Constanze Eppinger, die hier sehr umsichtig reagierte und dafür sorgte, dass für die Sportlerin alle notwendigen Untersuchungen realisiert wurden“, so Bielig.“

Nun – Elisabeth Mainz zeigte mit ihrer Präsenz zu unserem Anrudern, dass sie auf dem besten Wege der Genesung ist und ihre Ambitionen im Hinblick auf die weitere Regattasaison noch lange nicht aufgegeben hat. Im Gegenteil, im persönlichen Gespräch war festzustellen, dass in dieser „leichten Skullerin“ ein starkes und sicher leistungsfähiges Herz steckt.

 

Sofie Vardakasberichte, wie sie über den Winter gekommen ist:

Das erste Trainingslager ist geschafft, das zweite neigt sich dem Ende.

„Am 25.01.2019 haben Nora und ich uns auf den Weg nach Sabaudia/Italien gemacht. Nach einer recht langen Anfahrt sind wir am Nachmittag gut angekommen. Das Hotel lag direkt am Meer und hat keine Wünsche offengelassen. Auch das Ruderrevier dort ist unglaublich schön. Wir sind auf einem See gerudert und konnten von dort die vielen Berge mit dem Schnee auf den Bergspitzen sehen. Das Wetter hat soweit mitgespielt, an manchen Tagen war es etwas windig, dadurch sind wir auf das Ergo oder Fahrrad ausgewichen. Mit dem Blick auf das Meer und die Sonnenuntergänge, hat selbst eine lange Ergo Trainingseinheit Spaß gemacht. 

In den 9 Tagen haben wir viel Zeit auf dem Wasser verbracht und versucht den Einer, nach dem Wintertraining, so schnell wie möglich zu bekommen.“ 

Nun bin ich gerade in Gavirate/Italien. Wir wohnen alle gemeinsam in einem netten Ferienhaus, was ganz in der Nähe von dem See ist indem wir rudern. Das Wasser ist die meiste Zeit spiegelglatt, was für mich von Vorteil ist, da ich viel mit dem neuen Einer arbeiten muss. Das Hauptaugenmerk liegt gerade darauf, den Einer zum Laufen zu bringen und sich auf dem Ergo für die Kaderüberprüfung in Leipzig vorzubereiten. Nun brechen gerade die letzten Trainingstage in Italien an, ich freue mich einerseits auf das Rudern in Berlin aber werde auch das schöne Wetter aus Italien vermissen.“

Und Nora Peuserergänzt in ihrem Bericht:

„Nach Sabaudia  ging es für mich nach Mequinenza (Spanien) mit dem DRV und der angehenden U23

Nationalmannschaft. Dort hatten wir die ersten paar Tage starken Wind, doch dann wurde es

ruhiger und wir konnten super trainieren. Wir hatten dann oft sogar über 20 Grad. Der Schwerpunkt lag hier auf dem Großboot,  sprich dem Doppelvierer. Wir waren 8 schwere Skullerinnen. Außerdem haben wir auch oft Krafttraining gemacht.

Das letzte Trainingslager war für mich in Gavirate (Italien) und das war wieder mit meinem Einer. Dort hatten wir super Trainingsbedingungen. Auch hier hatten wir immer an die 20 Grad.

Ich kam endlich mal gesund durch den Winter und habe viel an meinen Kopfproblemen

gearbeitet. Somit konnte ich in Leipzig eine neue persönliche Bestzeit auf dem Ergometer

aufstellen. Mit der Langstrecke bin ich nicht zufrieden und das Ergebnis ist ebenfalls in Ordnung. Ich hoffe, dass ich das auf 2000m für mich persönlich besser hinbekomme und blicke gespannt und aufgeregt auf die Deutschen Kleinbootmeisterschaften in Köln“.

 

 

Niclas Schröderabsolvierte mit der A-Nationalmannschaft das erste Trainingslager in St. Moritz(Schweiz) auf der Loipe und im Kraftraum.

Ende Februar war das Team Deutschland-Achter zum nächsten Trainingslager in der Lombardei in Gavirate, am Lago di Varese. „Wir haben bewusst einen Ort ausgesucht, an dem wir Regatta-Strecken nutzen können. Jetzt geht es so langsam los mit dem Streckenfahren“, so der Bundestrainer Uwe Bender. Im Vordergrund stand vor allem das Training im Zweier.

Ende März standen dann schon die Vortests in den Zweiern in Köln an sowie die Tests auf dem Ergometer. Hier berichtete der DEUTSCHE RUDERVERBAND:

Nach den verschiedenen Trainingslagern in den vergangenen Wochen stand für die Disziplingruppen Frauen- und Männer-Riemen sowie für die Leichtgewichte heute ein Vortest für die Deutschen Kleinbootmeisterschaften Mitte April auf dem Programm. Auf dem Fühlinger See in Köln wurden 2 x 2.0000 m Strecken gefahren. Bei Temperaturen unter zehn Grad und zum Teil kräftigem Schiebewind war die Leistungsüberprüfung eine relativ kalte Angelegenheit. Am Vormittag qualifizierten sich die jeweils besten drei Sportlerinnen und Sportler eines Vorlaufes für das A-Finale am Nachmittag. Den restlichen Athleten bot sich im B-Finale noch einmal die Chance, sich zu beweisen.“Und weiter:

Und Bundestrainer Uwe Bender resümierte nach dem ersten Streckentest über die olympische 2.000-Meter-Distanz: „Alle Finalteilnehmer haben eine stabile Leistung gezeigt – mit kleinen Hin- und Herverschiebungen. Ganz vorne lieferten sich der Meister und Vizemeister des Vorjahres ein sehr knappes Rennen.  Erfreulich war auch die Leistung der kurzfristig neubesetzten ZweierAnton Braun/Marc Leske und Marc Kammann/Wolf-Niclas Schröder.“ Diese beiden Duos kamen im B-Finale zeitgleich ins Ziel.“

Nun gilt es am 13./14. Aprilauf den Deutschen Kleinbootmeisterschaften in Kölndie harte Arbeit aus Kraftraumquälerei, Ergometerschinderei und Langstreckenbelastungen in gute Platzierungen umzusetzen.

Mit den Deutschen Kleinbootmeisterschaften am kommenden Wochenende auf dem Fühlinger See in Köln wird die vorolympische Saison eingeläutet, denn dieses Jahr steht ganz im Fokus der Qualifikation für die Olympischen Spiele in Tokio 2020.

Lt.Meldeergebnis finden am Freitagnachmittag die Vorläufe, am Samstagvormittag die Viertelfinals, nachmittags die Halbfinals und am Sonntagvormittag die Finalläufe statt. Unsere Athleten starten:

Rennen 2        SM 2- A (Männer-Zweier ohne Steuermann A)

Renngemeinschaft RU Arkona Berlin / Der Hamburger und Germania RC

Wolf Niclas Schröder (1996), Marc Kammann (1997)

Rennen 4         SF 1X A (Frauen-Einer A)

Ruder-Union Arkona Berlin 1879 e.V. Nora Peuser (1999)

Rennen 5        SF 1X A LG (Leichtgewichts-Frauen-Einer A)

Ruder-Union Arkona Berlin 1879 e.V. Sofie Vardakas (1999)

Viel Erfolg!

Werner Fromm