200 km durch drei Bundesländer rudern – die Jugendwanderfahrt 2018

Wo Fulda sich und Werra küssen – da wollten wir hin! Man könnte meinen „wie langweilig, da fahren doch alle hin“, und da haben die meisten auch recht, nur kannten viele unserer Arkona-Kinder diese Strecke noch nicht. Somit stand der Ort für diese Wanderfahrt fest! Damit es auch für Alex, Sandra und Silas, die die Strecke schon kannten, sehenswert werden würde, starteten wir diesmal in Kassel auf der Fulda. Das Ziel war standesgemäß in Rinteln an der Weser. Und um das Nebenprogramm zu gestalten, bauten wir wieder einen Freizeitpark-Besuch am letzten Tag ein. Am 11. August ging es los – 15 Kinder, 7 Trainer, 2 Busse, 1 Kombi, 4 Gig-Boote, 1 Hänger und jede Menge Gepäck – und auf nach Kassel. Was wir im Einzelnen erlebt haben, erzählen euch die Kids höchstpersönlich in ihren selbstgeschriebenen Berichten. Dabei erzählen die Kinder jeweils von dem Tag, an dem sie Kochdienst hatten, d.h. das Abendessen für diesen Tag planten, teilweise dafür einkauften und auch selbst kochten. Vorhang auf!

Samstag, 11. August von Lilli (13 Jahre) und Tamina (11 Jahre)

Am Samstag, den 11.08.2018, begann unsere Wanderfahrt. Wir werden auf der Weser und Fulda rudern. Als wir nachmittags in Kassel ankamen, haben wir erst die Boote aufgeriggert und dann haben die Jungen und die Trainer ihre Matratzen aufgepustet und die Mädchen das separate, zur Verfügung stehende Bettenzimmer bezogen. Danach haben wir ein paar Regeln besprochen und es wurde festgelegt, wer wann abends kocht. Wir beide haben am Samstag gekocht. Es gab Spaghetti Carbonara. Als wir fertig mit essen waren, wurde mithilfe eines Mathespiels ausgelost, wer Abwaschdienst macht. Im Spiel ging es um das kleine Einmaleins. Es mussten Leon, Kim und ich (Tamina) abwaschen. Als wir endlich mit dem Abwasch fertig waren, haben sich alle zusammengesetzt und das Spiel „Werwolf“ (der Klassiker bei den Arkona-Kids) gespielt. Nach der letzten Runde Werwolf sind alle Zähneputzen gegangen und haben sich ihren Schlafanzug angezogen. Als wir alle fertig waren, war Nachtruhe.

Sonntag, 12. August von Larissa (14 Jahre), Kim (11 Jahre) und Janina (14 Jahre)

Frühstück in Kassel mit viel Sonne

Nach dem Aufstehen und fertig machen sind wir alle nach draußen zum Frühstücken gegangen. Es gab wie immer Brötchen mit Wurst, Käse, Schokocreme oder anderem.Anschließend haben wir unsere Lunchpakete gemacht und unser Gepäck nach unten gebracht, wo es im Landdienst-Bus verstaut wurde. Da wir der Kochdienst für den heutigen Tag waren, musste (durfte!!!) einer von uns Landdienst machen, schlussendlich war das Nino (Janina). Weiterhin machten noch Artur und Noah als Trainer Landdienst mit Nino.

Dann hat Alex die Bootseinteilung gesagt und diejenigen, die ruderten (mit ihren Mannschaften) konnten die Boote fertig machen und die Sachen in die Boote packen, die sie auf der Fahrt benötigten. Nachdem die Boote abgelegt hatten, sind Artur, Noah und Nino zu unserem nächsten Quartier – dem Ruderverein in Hann. Münden – gefahren, haben die Taschen in unseren Schlafraum gebracht und haben sich noch die Umgebung und die Altstadt angeschaut, bevor sie dann zum Pausenort der heutigen Rudertour (in Wilhelmshausen) gefahren sind, wo sie auf die Ruderer getroffen sind.

Währenddessen sind die Ruderer die 29km auf der Fulda mit der Strömung gerudert. Als sie aus Verstehen an dem Ruderverein, wo sie Pause machen wollten, vorbeigefahren waren, hatten sie nach der Schleuse, die ein paar Meter weiter war, an der Anlegestelle die Pause gemacht. Von dort waren es nur noch ein paar Kilometer bis zum Ziel in Hann. Münden. Als die Ruderer in Hann. Münden angekommen waren, wurden als erstes die Boote auf die Wiese gelegt und anschließend sind einige baden und andere duschen gegangen. Als Abendbrotessen gab es Nudeln mit Bolognese-Sauce. Als wir mit dem Essen fertig waren, haben wir noch Werwolf gespielt. Nach ca. 1h sollten wir alle schlafen gehen.

Montag, 13. August von Artur (14 Jahre) und Fares (14 Jahre)

Wir sind wie gewohnt aufgestanden und haben gefrühstückt. An diesen Tag hatten Artur und eigentlich ich (Fares) mit Noah Landdienst. Wir waren ebenso für das Essen verantwortlich, wir haben Burger geplant. An diesen Tag sollte es sehr stark schütten (hat es zum Glück nicht!), deshalb musste ich mitrudern, damit die Boote relativ gleichmäßig sind, dadurch hat Lilli den Landdienst bekommen aufgrund von ihren Rückenproblemen. Es war eine 50 Kilometer Fahrt. Nachdem wir im leichten Regen losgefahren sind, habe ich gemerkt, dass die Boote nicht gleichermaßen schnell aufgebaut wurden. Ich war mit Larissa, Sandra und Leon in der Dahme. Nachdem wir beim Pausenort angekommen sind, habe ich über Rückenschmerzen geklagt und durfte meinen Landdienst doch noch machen, da es nicht mehr geregnet hat. Nachdem wir uns dann von den Ruderern verabschiedet haben, sind wir mit Noah losgefahren. Da wir viel Zeit hatten, sind wir in die Stadt „Bad Karlshafen“ gefahren, wo die Boote anlegen sollten, und haben uns die Stadt etwas angesehen. Leider war diese Stadt nicht so schön wie die vorherige (Hann. Münden). Nachdem wir dann stundenlang auf die Boote gewartet haben, kamen sie dann endlich und wir haben uns bemerkbar gemacht, indem wir gehupt haben. Als wir dann endlich die Boote rausgenommen haben und fertig zur Abfahrt zum Schlafquartier waren, konnten wir erstmal nur mit einem Bus zurückfahren, da der andere an unserem Schlafplatz in Hann. Münden war. Also mussten bei der ersten Fahrt mindestens drei Trainer mitfahren, um dann mit zwei Bussen wieder zurück nach Bad Karlshafen zu fahren, um die restlichen Ruderer abzuholen, und ein Trainer musste als Aufsicht am Schlafplatz bleiben. Logischerweise sind Fares und ich (Artur) auch mitgefahren, damit wir das Essen schon mal anfangen konnten vorzubereiten. Nachdem die anderen Leute auch mit den zwei Bussen angekommen sind, war das Essen noch nicht fertig. Deshalb mussten wir uns mit dem Essen beeilen. Als das Essen dann endlich fertig war und alle gegessen haben, meinten alle, dass es das beste Essen gewesen sei (was es auch bis zum Ende geblieben ist). Nachdem wir dann unsere alltäglichen Runden „Werwolf“ gespielt haben, haben wir uns bettfertig gemacht und sind schlafen gegangen.

Dienstag, 14. August von Constantin (13 Jahre) und Valentin (14 Jahre)

Nach dem Aufstehen gab es erstmal Brötchen zum Frühstück. Um nicht bei der langen Fahrt zu verhungern, sollten wir uns was zu essen einpacken. Wir wurden dann mit den Bussen wieder nach Bad Karlshafen zu unseren Booten gebracht. Die Rudertour war anstrengend und lang (48,2km von Bad Karlshafen bis nach Polle), doch die starke Strömung half uns, die Fahrt zu überwinden. Die Pause kam erst kurz vor Schluss (in Holzminden).

Bildunterschrift: Krafttanken in Holzminden

Nach der Pause wurde es anstrengender, weil die Strömung nachgelassen hatte. Alle vier Boote kamen fast gleichzeitig in Polle am Campingplatz an. Wir haben die Boote aus dem Wasser geholt und auf dem Land gelagert. In Polle haben uns Anja und Alex inkl. Artur, die den heutigen Landdienst hatten, mit den Bussen abgeholt und wir sind zum Ruder-Verein Weser-Hameln gefahren – unserem Quartier für die kommenden zwei Nächte. Dort angekommen, haben wir das Gepäck in die Schlafräume per Menschenkette transportiert und dann haben Constantin und ich (Valentin) gemeinsam mit Sandra und Anja Wraps für das Abendessen vorbereitet. Wir haben den Salat und weiteres Gemüse klein geschnitten, ein bisschen Hackfleisch in der Pfanne gebraten und für Fares Chicken gebraten. Jetzt konnte sich jeder seinen Wrap zusammenstellen, wie er mochte. Danach sind wir duschen gegangen. Die Duschen haben aber pro 2 Minuten 10cent gekostet. Dafür waren sie warm und die Umkleide inklusive Duschen waren gepflegt. Um 21 Uhr haben wir ein Spiel gespielt und sind dann um ca. 22 Uhr schlafen gegangen.

Mittwoch, 15. August von Leon (12 Jahre) und Damian (13 Jahre)

Wir wurden wieder mit Musik geweckt und von Sandra nach unten zum Frühstückstisch geholt. Nachdem wir alle gut gefrühstückt hatten, sollten wir uns zwei Schrippen für die Fahrt schmieren und dann wurde uns gesagt, wer in welchem Boot saß und dass Damian und Leon (ich) Landdienst hatten, da wir auch Kochdienst hatten.

Es sind dann alle, außer Damian und mir, mit den Bussen zu den Booten nach Polle gefahren. Damian und ich haben derweil am Schlafplatz gewartet, bis Tobi, der auch Landdienst hatte, mit einem Bus wiederkam. Dann haben wir mit Tobi alles für das Abendessen eingekauft. Wir machten Schnitzel mit Gemüse und Kartoffeln und als Nachtisch gab es Milchreis.

Als alle Boote das Ziel – den Hamelner Ruderverein – erreicht hatten, haben wir angefangen, das Essen zu kochen.

Damian bereitet die Schnitzel zu

[BILD 3: Bildunterschrift: Damian bereitet die Schnitzel zu]In der Zeit, in der wir drei gekocht haben, haben einige andere Fußball gespielt. Als das Essen fertig war, haben wir alle zusammen gegessen. Nach dem Essen waren wir noch in der Hamelner Altstadt Eis essen und, als wir wieder im Ruderverein waren, haben wir noch verschiedene Spiele gespielt. Als wir damit fertig waren, mussten wir schlafen gehen.

Donnerstag, 16. August von Manuel (13 Jahre) und Ilja (11 Jahre)

Am Donnerstag haben wir, nachdem wir aufgestanden sind, draußen vor dem Verein in Hameln gefrühstückt. Um ca. 11 Uhr sind wir dann mit den Booten nach Rinteln gefahren. Unterwegs haben wir eine Pause gemacht. In Rinteln liegt der Wassersportverein in einem kleinen See. Als wir dort ankamen, riggerten wir die Boote ab und fuhren mit den Autos zum Ruder-Club Wiking nach Lüneburg – unserem Quartier für die letzten zwei Nächte. Als wir dort ankamen, bauten wir unsere Schlafplätze im Kraftraum auf. Am Abend kochten Ilja und ich (Manuel) Spaghetti, die in Würstchen gesteckt wurden.

coole Idee – Nudeln in Würstchen stecken

Freitag, 17. August von Luca (12 Jahre) und Eddy (14 Jahre)

Nachdem wir um 07:00 Uhr geweckt wurden (mit dem Lied „Aufsteh’n ist schön“), mussten wir uns beeilen, das Schlafzeug zusammenzupacken, weil der ortsansässige Ruderverein trainieren wollte.

Dann ging es zum Frühstück. Wie üblich Brötchen und Apfelsaft bzw. Wasser. Danach ging es auch schon los. Ab zum HEIDE PARK!!! Wir haben uns in Gruppen aufgeteilt und jeder hat eine Eintrittskarte bekommen. Schnell noch ein Foto für die Erinnerung und schon ging es los!

Jede Gruppe hat ihr Erlebnis anders gestaltet. Die Gruppe von Luca, Damian und mir ist jede große Achterbahn gefahren:

KRAKE – LIMIT – BIG LOOP – FLUG DER DÄMONEN – DESERT RACE – SCOOTER und SCREAM.

Um 15:00 Uhr haben sich alle Gruppen am Panoramaturm getroffen. Nach einer kurzen Zutatenbesprechung für das Kochteam ging es in die zweite Runde. Nochmal 3h 30min rauf und runter, alles nochmal durch, bis wir uns um 18:30 Uhr am Ausgang versammelt haben.

Kurzer STOP im Supermarkt für die Zutaten des Abendessens. Es gab Kartoffelbrei (IGITT!) mit Bratwürstchen und Salat (…ihr wart doch das Kochteam…). Nach dem Abendessen haben wir Zähne geputzt und ,,wer weiß zum wievielten Mal“ Werwolf gespielt.

Um ca. 23:20 Uhr hieß es ab ins Bett!!! und Licht aus (für mich nach 20 Liegestützen).

…Und so ging auch der vorletzte Tag vorbei. Am nächsten Tag hieß es wieder Busse beladen und ehe wir uns versahen befanden wir uns schon wieder in der Scharfen Lanke 71. Nachdem alles Material wieder sauber und ordentlich seinen Platz gefunden hatte, nahmen vor Freude strahlende Eltern ihre doch recht erschöpften Kinder in die Arme, wechselten noch das ein oder andere Wort untereinander und fuhren schließlich heim. Wir Trainer ließen den Nachmittag gemütlich ausklingen und waren uns einig: Es war eine gelungene Wanderfahrt – liebe Kinder, ein eingespieltes Trainerteam, keine Unfälle, relativ gutes Wetter und jede Menge Spaß. Wir freuen uns schon aufs nächste Jahr!

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